St. Mariä Empfängnis

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Aufgrund der vielen Pilger, musste die Anna-Kirche vergrößert werden, was im Wesentlichen zu einem Neubau führte, der 1728 fertig gestellt und mit dem Patrozinium „St. Mariä Empfängnis“ geweiht wurde. Sie war in ihrer heutigen Gestalt gleichzeitig Kloster-, Pfarr- und bis 1968 auch Wallfahrtskirche.

Der schlichte Kirchenbau hat einen nach Süden ausgerichteten Chor. Die Nordfassade ist mit Giebelportal (Ädikula), Pilastern, ionischen Kapitellen und geschweiftem Volutengiebel im Barockstil ausgeführt, dagegen weisen Kirchenschiff und Chor außen an den Spitzbogenfenstern und den Strebepfeilern gotische Elemente auf. Der sechsseitige barocke Dachreiter mit offener Glockenstube betont die einfache Architektur einer franziskanischen Klosterkirche.
Das Innere zeigt die Gestalt einer einschiffigen Hallenkirche mit gotischem Chor und acht Jochen in Form von Kreuzgratgewölben mit tief eingeschnittenen Kappen. Die Empore hinter Spitzbogenarkaden über dem Säulengang der rechten Seite diente ursprünglich als zusätzlicher Raum für die Aufnahme von Pilgern. Die prunkvolle Ausstattung beeindruckt vor allem durch den barocken ehemaligen Gnadenaltar aus schwarz-grauem Marmor (um 1690), eine Stiftung des bergischen Herzogs Johann Wilhelms II.; der Hochaltar, der Orgelprospekt, das Chorgestühl, die Kanzel und Beichtstühle sind herausragende Beispiele des frühen Rokoko (1. Hälfte des 18. Jh.). Den reichen Skulpturenschmuck ergänzt im Hochaltar  seit 1952 ein Gemälde der Himmelfahrt Mariens. Es ist ein Werk des Venezianers J. Palma il Giovane (gest. 1628), eines Schülers von Tizian.

Seit dem 1. Januar 2010 gehört die Kirche St. Mariä Empfängnis zusammen mit der Kirche St. Antonius von Padua in Velbert-Tönisheide zur neu entstandenen Pfarrei „Maria, Königin des Friedens“.

(Quelle: www.neviges.de)