Wussten Sie, dass ...

  • in Neviges außer der Heilung des Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg allein in den Jahren 1682-1738 weitere 25 Wunder bezeugt sind?
  • "St. Maria, Königin des Friedens" in Neviges die größte Wallfahrtskirche in Deutschland ist?
  • im Laufe eines Jahres mehr als 150.000 Pilger in Wallfahrtsgruppen oder einzeln zur Mutter Gottes nach Neviges kommen? 
  • die Dülmener seit langem die größte Wallfahrtsgruppe in Neviges ist? 
  • früher auch während der Bahnfahrt in Sonderzügen gebetet und gesungen wurde? 
  • die Wallfahrtsfahne mit Schaft ein Gewicht von 4,5 kg hat, welches sich bei Regen fast verdoppelt und bei zusätzlichem Gegenwind Stärke 5 verdreifacht? 
  • die Wallfahrtsfahne zum Jubiläum von den Klosterfrauen in Maria Hamicolt neu gefertigt und handbestickt wurde?
  • Jugendliche 1937 das Marienbanner in Neviges kauften, mit Geld, welches sie vom damaligen Wallfahrtsleiter, Küster Hahne, fast erpressten, und dann trotz Verbot dieses Banner offen mitführten? 
  • das Wallfahrtsbuch 4 Lieder enthält, deren Melodien schon seit mehr als einem Menschenalter in keinem kirchlichen Gesangbuch stehen, die aber, wie die Melodie der Lobgesänge zur Unbefleckten Empfängnis, von Wallfahrergeneration zu Wallfahrergeneration unverfälscht weitergegeben wurden? 
  • ein Vorbeter in der Wallfahrt 40 Silben in 5 Sekunden artikuliert sprechen können und die Lieder ohne Noten anstimmen muss?
  • ein erwachsener Wallfahrer bei Schrittlänge 0,80 m für die reine Wegstrecke ohne Lichterprozession und Kreuzweg rd. 55.000 Schritte macht; ein Kind dagegen 88.000 Schritte?
  • es bis Kriegsende 1945 in Neviges eine "Kaffeewasserstraße" gab, benannt danach, dass Pilger sich dort heißes Wasser zum Aufbrühen ihres "Kaffees" kaufen konnten?
  • die Werdener und Nevigeser ihren Regenschirm einen "Dülmener" nennen, weil unsere Wallfahrt ohne Regenschirm, der auch gegen glutheiße Sonne schützt, nicht denkbar ist? 
  • die Wallfahrtsleiter Hahne und Kleerbaum im Jahre 1943 von der Gestapo "einvernommen" wurden? 
  • auch noch nach dem Kriege beim Durchzug durch Velbert Störaktionen von Schulkindern und Jugendlichen ertragen werden mussten, und "versehentlich" Eimer mit Putzwasser aus oberen Geschossen sich ergossen? 
  • im Jahre 1976 die Pilger beim Auszug zur Lichterprozession auf dem Bahnhofsvorplatz von Angetrunkenen tätlich angegriffen und Pater Raimund, der schlichten wollte, k.o. geschlagen wurde?
  • bei unkundiger Führung 1917 die Wallfahrt ab Bahnhof Hügel zunächst in die falsche Richtung zog. 
  • beim 250jährigen Jubiläum 1931 die erste Hälfte der Wallfahrer, die Frauen, trocken in die Wallfahrtskirche kamen, den Männern aber infolge eines wolkenbruchartigen Regens "das Wasser aus der Hose lief".
  • zu jener Zeit die Pilgermesse um 3 Uhr in der Frühe war und danach Morgenkaffee bei Clemens Wenning und auch bei Uekötter an der Münsterstraße stattfand. 
  • Leute, die dort keinen Platz fanden oder wollten, ihr Frühstück im "Vorpark" oder "Nachtigalleilbüschken" einnahmen und von Angehörigen mit heißem "Kornkaffee" versorgt wurden.
  • bevor man Essen kaufen konnte, Nachbarschaften und andere Gemeinschaften Wecktöpfe voll Kartoffelsalat u. a. mitschleppten, um die Versorgung zu sichern.
  • Dülmener Soldaten, die im letzten Krieg im Rheinland stationiert waren, gegen die Auflage, Esswaren bei den angehörigen Pilgern zu requirieren, Kurzurlaub vom Spieß erhielten. 
  • 1945 die Pilgermesse um 3 Uhr in St. Mauritius Hausdülmen gehalten wurde und Leute ohne Fahrrad bis Haltern laufen mussten, um jenseits der Lippe einen Güterzug zu erreichen. 
  • 1947 der Fahrdienstleiter in Essen Hbf. nach Übergabe eingesammelter Butterbrote einen Güterwagen für die Pilger an den planmäßigen Zug nach Hügel ankoppelte. 
  • im heißen Sommer 1947 einige Pilger so sehr schwitzten, dass sie von ihren Hintermännern aufmerksam gemacht wurden: "Deine Saftflasche läuft aus", so tropfte der Schweiß aus dem Rucksack.
  • ... der alte Polizeihauptmeister aus Werden 25 Jahre lang die Wallfahrt von Hügel bis zur Stadtgrenze Velbert begleitet hat und ein anderer 10 Jahre. Sie übernahmen den Dienst freiwillig.
  • Gemeindebürgermeister Stenemann sich nach der Rast zum Ende der Himmelsstiege mit nicht ganz gelöschter Zigarre wieder einreihte und erst als es auf der Haut brannte, bemerkte, dass seine Zigarre ihm ein Loch in Jacke und Hemd gebrannt hatte. 
  • Dechant Dümpelmann in einem Jahr mit neuen "Schafswollenen" fußkrank wurde und bei der Rast in Velbert die bloßen Füße im schattigen Gras kühlte. 
  • ein ganz Schlauer sich die Socken mit Schmierseife eingerieben habe und nach einem Regenschauer bis zu den Waden im Schaum stand. 
  • Kaplan H. Schleiner bei seiner ersten Wallfahrt nach dem Einzug in Neviges gesungen haben soll: "Viel deiner Schäflein sind nun angekommen, Sünder und Büßer und auch einen Frommen. 
  • Kaplan Pagel geäußert habe: "Richtig beten kann man nur einmal im Jahr, das ist auf der Wallfahrt zum Hardenberg." 
  • auch eine ganze Anzahl Dülmener Bürger die Hilfe der Gottesmutter in Nöten und Gefahren unmittelbar erfahren hat und aus Dankbarkeit, so oft sie nur können, an der Wallfahrt teilnehmen.