Entstehung

Historische Aufnahme der Dülmener Neviges-Wallfahrt

Die erste katholische Kirche im Ort Hardenberg hatte Anna von Bernsau 1670 errichten lassen, die 1676 auch das Franziskanerkloster stiftete.

Im September 1680 hörte der aus Haltern stammende Franziskanerpater Antonius Schirle(y) in seiner Klosterzelle in Dorsten während seines tägliches Gebets vor einem kleinen Marienbild eine Stimme sagen: „Bring mich nach Hardenberg, da will ich verehret sein. Jene Stätte wird nicht minder berühmt werden als die von Kevelaer.

Im Juli 1681 gelangte dieser, 1661 entstandene Kupferstich mit dem Bild der Maria Immaculata, von Ordensbrüdern aus Dorsten nach Hardenberg-Neviges.  Als Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg, Bischof von Münster und Paderborn, im selben Jahr unheilbar erkrankte, bat er, vor dem Marienbild in Hardenberg eine neuntägige Andacht zu halten. Für den Fall seiner Gesundung gelobte er, eine Dankwallfahrt nach Hardenberg durchzuführen und dort ein Kloster bauen zu lassen.

Das von der Stimme ebenfalls im September 1680 vorhergesagte Wunder der plötzlichen Heilung trat ein und noch im Jahr 1681 pilgerte Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg zu Paderborn in Prozession zu diesem Bild und begründete damit die Tradition der Marienwallfahrt in Neviges. Die Nachricht von den Ereignissen verbreitete sich rasch. So wuchs Neviges schnell zu einem Wallfahrtsort heran.